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Geschichte der Psychologie

Geschichte der Psychologie

Die Geschichte der Psychologie ist eine faszinierende Reise in die Tiefen der menschlichen Psyche. Seit Jahrtausenden haben sich Denker, Philosophen und Wissenschaftler damit beschäftigt, das komplexe Zusammenspiel von Gedanken, Gefühlen und Verhalten zu erforschen. Von den antiken Griechen bis hin zu modernen Pionieren wie Sigmund Freud und Carl Jung haben bahnbrechende Theorien und revolutionäre Entdeckungen das Verständnis der menschlichen Psyche geprägt. Diese Reise durch die Geschichte der Psychologie enthüllt nicht nur die Entwicklung von Konzepten und Methoden, sondern auch die kontroversen Debatten und bahnbrechenden Durchbrüche, die das Fundament für das heutige Verständnis der menschlichen Psyche gelegt haben.

Das Leib-Seelen-Problem in der Psychologie

Der menschliche Geist besteht aus Körper und Seele. Diese dualistische Vorstellung findet ihre Wurzeln in den frühen Orphikern, die sich als erste Kultur mit diesem Konzept beschäftigten. Die Orphiker glaubten, dass die Seele unabhängig vom Körper weiter existieren könne und dass der Körper das Gefängnis der Seele sei.

Im Laufe der Zeit entstanden verschiedene Akademien und Denkschulen, die sich mit verschiedenen Aspekten der menschlichen Natur und des Verstandes auseinandersetzen. Die psychologische Lehre wurde unter der Ethiklehre eingeordnet, während andere Schulen sich mit Naturkunde, Grammatik, Rhetorik, Dialektik und Ethik beschäftigten.

Wie dachten Platon und Aristoteles darüber?

Platon vertrat, gleich wie die Orphiker, eine dualistische Sichtweise der Seele. Für ihn hauchte die Seele dem Körper Leben ein und war unabhängig von ihm. Die Seele galt als beständig und vollkommen, während der Körper trügerisch und der Seele untergeordnet war. Platon identifizierte drei Teile der Seele: den begehrenden/versorgenden Teil, der auf körperliche Begierden ausgerichtet ist; den zielstrebigen/entschlossenen Teil, der mit Emotionen verbunden ist; und den denkenden/vernünftigen Teil, der Begierde und Temperament kontrolliert.

Aristoteles, ein Schüler Platons, entwickelte später seine eigene Sichtweise. Er betrachtete die Seele als etwas, das den Körper vervollständigt und unterschied verschiedene Arten von Seelen bei Pflanzen, Tieren und Menschen. Für Aristoteles gab die Seele den Organen Form und Gestalt und er widmete sich verschiedenen Teilbereichen der Psychologie wie Seelennaturkunde, Seelenzeichenkunde, Seelenkrankheitskunde und Seelenheilkunde.

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Weitere Entwicklungen der psychologie

Im 18. und 19. Jahrhundert gab es weitere Entwicklungen in der Psychologie. Die Ausdruckspsychologie beschäftigte sich mit der körperlichen Erscheinung und ihrer psychologischen Bedeutung, während die Physiognomik versuchte, Charaktereigenschaften anhand von Ausdrucksmerkmalen im Gesicht abzuleiten. Der Positivismus forderte eine vorurteilsfreie Erfassung von überprüfbaren Tatsachen und wurde von Auguste Comte, dem Begründer der Soziologie, vorangetrieben. Der Darwinismus und die Theorie der Genmutation stellten die biblische Schöpfungsgeschichte in Frage.

Rationalismus vs. Empirismus

Das Leib-Seelen-Problem wurde im Rationalismus und Empirismus aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Der Rationalismus postulierte, dass neben der körperlichen Welt eine Welt des Verstandes existiere, die von Vernunft und logischer Ordnung geprägt sei. René Descartes war ein prominenter Vertreter des Rationalismus. Der Empirismus hingegen zweifelte an der Existenz einer objektiven Welt und betonte, dass Erkenntnis aus wahrgenommenen Erfahrungen entsteht. David Hume war ein wichtiger Vertreter des Empirismus.

Emmanuel Kant schließlich argumentierte, dass reine empirische Beobachtung nicht alle Informationen liefert und dass Erkenntnis sowohl Sinneseindrücke als auch Vorstellungen des Verstandes umfassen müsse. Kant versuchte, einen Ausgleich zwischen Rationalismus und Empirismus zu schaffen und betonte die Rolle des Verstandes bei der Erkenntnisbildung.

Die Ideen von Platon, Aristoteles, Descartes, Hume und Kant hatten einen enormen Einfluss auf die Entwicklung der psychologischen und philosophischen Theorien des Geistes. Sie legten den Grundstein für weitere Untersuchungen und Debatten über die Natur des Geistes und die Beziehung zwischen Körper und Seele.

Der Lauf der Zeit

Im Laufe der Geschichte haben sich verschiedene Schulen und Denker mit diesem Thema befasst und neue Perspektiven eingebracht. Die neurowissenschaftliche Forschung hat beispielsweise gezeigt, dass bestimmte mentale Zustände und Erlebnisse mit bestimmten Gehirnaktivitäten verbunden sind. Dies hat zu Ansätzen geführt, die den Geist als Produkt des Gehirns betrachten und die körperliche Grundlage des Bewusstseins betonen. Auf der anderen Seite gibt es auch Ansätze, die die Existenz eines unabhängigen Geistes oder einer immateriellen Seele betonen. Einige religiöse und spirituelle Traditionen glauben weiterhin an die Vorstellung einer unsterblichen Seele, die den Körper überdauert und eine Verbindung zur transzendenten Realität hat.

Was hat die KI-Forschung mit Psychologie zu tun?

In den letzten Jahren haben auch die Bereiche der kognitiven Psychologie und der künstlichen Intelligenz neue Fragen zur Natur des Geistes aufgeworfen. Kann ein Computer oder eine KI jemals einen menschlichen Geist oder Bewusstsein erreichen? Sind mentale Zustände auf physikalische Prozesse reduzierbar oder gibt es nicht-physische Aspekte des Geistes?

Diese Fragen sind noch immer Gegenstand intensiver Forschung und Diskussion in den Bereichen der Philosophie, Psychologie und Neurowissenschaften. Während wir immer mehr über das Gehirn und seine Funktionsweise erfahren, bleiben die Fragen nach der Natur des Geistes und der Beziehung zwischen Körper und Seele faszinierend und herausfordernd.