Wie kann ich die Effektivität eines Vortrags bewerten?
Es gibt einen spürbaren Vorher-Nachher-Effekt, wenn der Redner gut war. Diese kann man selten in Zahlen festhalten, sehr wohl aber in einer Stimmung in den Teams und im ganzen Unternehmen. Speziell die Führungskräfte merken es, wenn ihre Mitarbeiter nach einem gelungenen Vortrag aufgeschlossener sind für Neues. Auch, dass nach dem Vortrag noch darüber gesprochen wird, ist ein gutes Zeichen. Realistischerweise können Redner nur Impulse geben, aber die sind umso wichtiger. Während ein Trainer durch ein mehrtägiges Seminar auch die Skills-Verantwortung hat, liegt die beim Vortrag bei den Teilnehmern. Wenn die Nachhaltigkeit erhöht werden soll, macht es Sinn, den Vortrag in ein mehrteiliges Bildungskonzept einzubetten. Wir machen das für unsere Kunden mit Vorbereitungs-Fragebögen, Mystery-shoppings, Vortrag, mehrteilige Kurz-Workshops und vertiefende Follow-ups. So entsteht tatsächlich nachhaltige Veränderung.
Wie lange dauert ein Keynote-Vortrag?
Üblicherweise dauern Vorträge von 20 - 45 Minuten, manchmal auch 60 Minuten, in Ausnahmefällen auch 90 Minuten, aber die sind dann die absolute Obergrenze, denn die Teilnehmer brauchen ja auch Pausen. Meistens werden 45 oder 60 Minuten für einen Vortrag eingeplant. Manchmal machte es auch seinen ein Q&A Teil einzubauen, also Frage-Antwort, zB 15 Minuten nach dem Vortrag.
Was bedeutet der Titel CSP bei Rednern?
Der CSP steht für „Certified Speaking Professional“ und wird von der US-amerikanischen NSA (National Speakers Association) vergeben. Ausschließlich Redner, die eine mehrjährige, erfolgreiche Speaker Karriere vorweisen können, erhalten diesen Titel. Dazu werden deren Kunden befragt, ihre Vorträge analysiert und sie müssen bestimmte Umsätze über Jahre nachweisen. Alles in allem sagt der CSP aus, dass es sich um einen erfahrenen Redner Profi handelt, der seit Jahren für seine Kunden eine wertvolle Inspirationsquelle ist. Weltweit wird dieser Titel getragen bzw. erkannt und einmal im Jahr während der Convention der NSA verliehen. Im deutschsprachigen Bereich haben nur etwas mehr als 20 Personen diesen Titel, der hart erarbeitet wurde.
Wie finden Sie jetzt den oder die Richtige(n)? An folgenden Kriterien erkennen Sie eindeutige Qualitätsmerkmale:
Autorität kommt von Autor: Hat Ihr Redner bereits ein Buch zu seiner Kernkompetenz veröffentlicht und was sagen Leser dazu (Checken Sie die Rezensionen auf Amazon)?
Was sagen bisherige Kunden, namentlich genannt, zur Leistung Ihres Experten? (Checken Sie die „Referenzen“ auf der website der Person)
Gibt es weitere Veröffentlichungen in unterschiedlichen Fachzeitschriften? (Checken Sie „Presse“ auf der website der Person)
Welchen Eindruck vermitteln die Videos, die Ihr künftiger Redner hat, entweder auf seinem eigenen youtube Kanal oder auf seiner Webseite? Idealerweise gibt es unterschiedliche Auftritte und unterschiedlich lange Mitschnitte, die Sie sich ansehen können.
Was sagt das Internet sonst über diese Person (Google verrät es Ihnen)
Wenn Sie ein Angebot einholen: Wie schnell bekommen Sie es? Und wird die Möglichkeit eines kostenfreien Kennenlern-Paketes geboten? (Enthält eine Rednermappe, Buch, CDs…)
Ist er/sie in einer oder mehreren bekannten Redner-Agenturen gelistet? (Diese checken ihre Redner immer wieder auf Qualität, da sie ihren Kunden nur Profis vermitteln wollen) Beispiele für seriöse Redner-Agenturen, bei denen Sie Top-Speaker buchen können (Auszug): Athenas, Speaker&Stage Wien (Dr. Roman und Margarethe Szeliga), Premium Speakers, Karin Burger, Claudia und Siegfried Haider.
Holen Sie sich die Meinung von Branchen-Kennern, die Ihre Experten kennen könnten: Zum Beispiel: Nicole Bußmann von Magazin managerSeminare in Deutschland oder Christoph Wirl vom Magazin Training in Österreich, Oliver Stoldt von Premium Speakers Schweiz.
Viel Erfolg bei Ihrer nächsten Veranstaltung!
Wie stelle ich sicher, dass ich meinen Standpunkt klar und deutlich vermitteln kann?
Dafür gibt es sehr gute Strukturen: Zum Beispiel das Beleuchten beider Seiten: Vorteile und Nachteile. Was spricht für deine Idee, was dagegen und welche Conclusio ziehst du daraus? Eine andere Richtung ermöglicht der sogenannte „Elevator Pitch“: Du startest mit dem Problem, zeigst eine passende Lösung auf, nennst die Kosten und schließt mit dem Nutzen. Wichtig ist es, die Probleme deiner Zielgruppe zu kennen und sie genau dort abzuholen. Wenn dir das gelingt und dein Nutzen stark genug ist, fällt deinen Zuhörern die Entscheidung für dich und dein Produkt oder deine Dienstleistung leichter.
Wie entwickle ich meinen ganz persönlichen Stil eine Rede zu halten?
Indem du zuallererst alle „Regeln“ lernst, um dann einige davon zu brechen. Authentizität ist am wichtigsten, das heißt aber nicht, dass du die Regeln nicht kennen brauchst. Es geht nicht um amateurhaftes sondern um echtes Auftreten. Nicht das Gespielte sondern das Echte berührt Menschen. Es ist wie überall: Du lernst es und dann setzt du es um. Ob das beim Kochen, Segeln oder Handwerken ist. Erst wenn du die Regeln beherrscht und kennst, kannst du improvisieren und deinen ganz eigenen Stil entwickeln, der so einzigartig ist wie du.
Wie gelingt es mir selbstsicher auf der Bühne zu wirken?
Ich habe dafür einige Jahre Übung gebraucht und viele Trainer und Coaches, die mir gezeigt haben wie es geht, aber das, was mir am meisten geholfen hat, war die Stärkung meines Selbstbewusstseins. Wie geht das? In dem du dir - wie der Name schon sagt - deiner Stärken bewusst wirst. Das geht zuallererst mit Selbstreflexion: Du überlegst dir selbst, was du gut kannst, was du an dir magst usw. Manche von uns tun sich aber damit schwer, dann passt die nächste Stufe: Hol dir Feedback. Entweder von einem Trainer oder Coach oder Freunden, die es gut mit dir meinen. Die brauchst du einfach nur nach deinen Stärken fragen und bekommst interessante Antworten. Schreib mir, schreib dir das auf, führe ein Erfolgstagebuch. Besuche Seminare, die dir aufzeigen, wer du bist und was du alles kannst! Das ist nämlich viel mehr, als du glaubst!
Wie kann ich mein Publikum inspirieren und sicherstellen, dass es sich wirklich etwas aus meinem Vortrag mitnimmt?
Du berührst dein Publikum ausschließlich durch Emotionen. Am besten solche, die du selbst spürst. Das heißt nicht, dass die Bühne zum Therapieraum werden sollte. Du solltest deine „Geschichten“ alle schon gut bewältigt haben. Das heißt aber nicht, dass wir nicht gewisse Emotionen selbst nochmals spüren und durchleben dürfen, so wie hervorragende Schauspieler: Sie spielen Trauer nicht, sie sind traurig. Sie spielen Freude nicht, sie freuen sich, echt, aus dem Herzen. Nur so berührst du dein Publikum: Mit deiner ganz persönlichen Geschichte. Aber Achtung, das genügt noch nicht, dein Vortrag braucht unbedingt auch einen Nutzen, etwas, das man sich mitnehmen kann, Anleitungen, Lernerfahrungen, how-to usw… Deine Zuhörer schenken dir ihr Gehör und ihre Zeit: Nutze sie weise! Biete ihnen etwas dafür, das ihnen hilft, ihre eigenen Probleme besser zu lösen!
Kann man lernen auf der Bühne zu sprechen?
Absolut. Entweder du bist ein Naturtalent oder du lernst es. Ich selbst war als Kind sehr schüchtern und habe durch Seminare, Ausbildungen und Coachings gelernt, wie es geht, seit dem macht es mir sogar Spaß, vor 3, 30, 300 oder 3.000 Menschen zu sprechen und alles habe ich schon gemacht. Es gibt eigene Speaker Ausbildungen, Trainer Ausbildungen aber auch kompakte Coachings, die dir helfen, schnell besser zu werden. Nutze die Erfahrung der Profis, die selbst schon Jahre lang erfolgreich auf der Bühne stehen, um besser zu werden
Wie kann ich durch Körpersprache meine Worte unterstützen?
Lass sie einfach wirken. Am besten konzentriert man sich gar nicht zu sehr darauf und lässt sie sich natürlich entfalten. Was schon interessant sein kann, ist eine Videoanalyse eines Vortrages von dir. Also einfach Handykamera mitlaufen lassen und dann in einem professionellen Coaching besprechen, wie du wirkst und wie du deine Wirkung optimieren kannst. Denn es gibt sehr wohl zum Thema Stand, Bewegung, Gestik einiges zu wissen und zu beachten mit dem wir unsere Wirkung entweder abschwächen oder verstärken können.
Wie gehe ich mit Nervosität vor einem Auftritt um?
Zuallererst: Akzeptiere sie, sie gehört dazu! Sie macht wach und meistens bemerken deine Zuhörer viel weniger davon, also du selbst spürst, das sind die guten Nachrichten! Es gibt aber noch weitere: Durch eine ausführliche inhaltliche, strukturelle und mentale Vorbereitung kannst du Nervosität effektiv reduzieren, genau darüber reden wir oft in meinen Coachings, wenn sich Menschen, die vor Publikum reden oder präsentieren wollen oder müssen, auf ihre Auftritte gezielt vorbereiten.