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Kommunikation im Team: 3 bewährte Tipps für besseres Miteinander

Kommunikation im Team: 3 bewährte Tipps für besseres Miteinander

Kommunikation im Team scheitert selten an fehlendem Wissen. Sie scheitert daran, dass Menschen dieselbe Situation völlig unterschiedlich wahrnehmen. Ein kleines Gedankenexperiment macht das wunderbar deutlich.

Warum überquert das Huhn die Straße?

Die Antworten darauf könnten herrlich unterschiedlich sein. Und irgendwie auch entlarvend.

Die Kindergärtnerin sagt: „Um auf die andere Straßenseite zu kommen."

Aristoteles erklärt: „Es ist die Natur von Hühnern, Straßen zu überqueren."

Karl Marx meint: „Es war historisch unvermeidlich."

Colonel Sanders (KFC-Gründer): „Ich hab eines übersehen?"

Einstein sagt: „Das hängt von deinem Referenzrahmen ab."

Donald Trump verkündet: „Beim nächsten Mal werden 25 % Abgabe fällig. Außer wir machen einen Deal. Ohne Deal keine Überquerung."

Hemingway antwortet: „Um zu sterben. Im Regen."

Ein Motivationstrainer würde vermutlich sagen: „Das Huhn hat seine Komfortzone verlassen."

Ein Controller fragt: „Wer hat die Überquerung genehmigt?"

Ein Deutscher Bahn Mitarbeiter sagt: „Das Huhn kommt voraussichtlich 17 Minuten später auf der anderen Straßenseite an."

Und ein Wiener murmelt wahrscheinlich: „Jo eh… oba warum ausgerechnet heid?"

Dieselbe Situation – völlig andere Wahrnehmung

Genau so funktioniert Kommunikation im echten Leben – und besonders im Team. Die gleiche Situation, aber völlig unterschiedliche Wahrnehmungen. Zwei Menschen erleben denselben Moment und erzählen danach zwei komplett verschiedene Geschichten darüber.

Das liegt an unseren inneren Filtern. Erfahrungen, Werte, Erwartungen, Persönlichkeit oder auch Stress beeinflussen massiv, wie wir Situationen interpretieren. Der eine empfindet Klarheit, der andere Druck. Der eine erlebt Freiraum, der andere mangelndes Interesse. Und genau deshalb entstehen so viele Missverständnisse – privat wie beruflich.

Ein Beispiel aus dem Arbeitsalltag: Eine Führungskraft gibt ihrem Team bewusst viel Eigenverantwortung und denkt, sie schafft damit Vertrauen. Ein Teil des Teams empfindet genau das als Wertschätzung und Motivation. Ein anderer Teil fühlt sich alleingelassen und fragt sich, ob die Führungskraft überhaupt Interesse an ihrer Arbeit hat. Gleiche Situation. Zwei völlig unterschiedliche Erlebnisse.

3 Kommunikationstipps für bessere Kommunikation im Team

1. Nachfragen statt interpretieren

Bevor du eine Aussage oder ein Verhalten deutest, frag nach. „Ich habe das so verstanden – meinst du das so?" ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Professionalität. Die meisten Konflikte im Team entstehen nicht aus böser Absicht, sondern aus unterschiedlichen Interpretationen.

2. Den eigenen Filter kennen

Jeder bringt seine eigene Brille mit in den Arbeitsalltag. Wer unter Druck steht, hört Kritik schneller als Angriff. Wer perfektionistisch veranlagt ist, empfindet offenes Feedback als persönlichen Angriff. Sich selbst zu fragen „Reagiere ich gerade auf das, was wirklich gesagt wurde – oder auf meinen Filter?" ist ein einfacher, aber wirkungsvoller erster Schritt.

3. Das Konkrete schlägt das Allgemeine 

Begriffe wie „zeitnah", „eigenverantwortlich" oder „gut genug" bedeuten für unterschiedliche Menschen unterschiedliche Dinge. Teams, die sich die Zeit nehmen, wichtige Begriffe konkret zu definieren, vermeiden eine erstaunlich große Zahl an Missverständnissen – bevor sie überhaupt entstehen.

Was sich verändert, wenn Teams besser kommunizieren

Sobald Menschen verstehen, dass nicht jeder dieselbe „Wahrheit" erlebt wie sie selbst, verändert sich Zusammenarbeit enorm. Kommunikation im Team wird entspannter. Konflikte werden konstruktiver. Und das Miteinander wird stärker.

Das merke ich seit Jahren in der Begleitung von Führungskräften und Mitarbeitenden. Unternehmen buchen meine Vorträge, Seminare und Coachings nicht wegen ein paar netter Theoriemodelle – sondern weil bessere Zusammenarbeit dort beginnt, wo Menschen sich selbst und andere besser verstehen lernen.

Vielleicht ist also gar nicht entscheidend, warum das Huhn die Straße überquert hat. Die spannendere Frage lautet: Mit welchem Filter schauen wir eigentlich auf die Straße? Und sind wir uns dessen bewusst?

Im Bewusstseinsmodus können sich Emotionen gar nicht so richtig hochschaukeln. Und das verändert alles – im Team, in Gesprächen und in der täglichen Zusammenarbeit.

Buchtipp: Wer tiefer einsteigen möchte, dem empfehle ich zwei Bücher: Simon Sineks Gute Chefs essen zuletzt zeigt eindrücklich, wie Vertrauen und ein sicheres Umfeld die Grundlage für echte Teamkommunikation sind – und warum viele Teams trotz guter Absichten aneinander vorbeireden.

Kontaktiere mich gerne hier, wenn ich etwas für dich, dein Team oder dein Unternehmen tun kann.

 

„Hatte das Privileg einen Leadership Workshop bei Gabriel Schandl besuchen zu dürfen. Ich war begeistert über die vielen wertvollen Inputs die ich im Laufe des Abends für mich mitnehmen durfte. Es herrschte eine angenehme Atmosphäre, ohne Druck, Stress oder sonstigen Ablenkungen. Immer wieder hat es Gabriel durch seine informative und unterhaltsame Art geschafft auf den Punkt zu kommen und dabei auch nicht zurückgeschreckt von eigenen Misserfolgen zu berichten. Das ist lebensnah und authentisch und hat mir mit Sicherheit weitergeholfen besser zu verstehen, was Menschen wirklich bewegt.“ - Peter Höller

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