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Blogbeitrag Gabriel Schandl
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Neuer Tagebucheintrag Canada Dienstag

Neuer Tagebucheintrag Canada Dienstag

Dienstag, Tag 5. 05:30.

Irgendwie bin ich ziemlich erledigt. Woran liegt das? Die vielen Menschen? Die vielen Inputs? 9 Stunden Zeitdifferenz? Wahrscheinlich eine Kombination aus allem... Na, egal, heute ist ja schon der letzte Convention Tag und morgen sitze ich bereits wieder im Flieger nach Hause. Mal sehen, was der heutige Tag bringt.

Es geht gleich gut los mit spannenden Einsichten von Dr. John DeMartini. Er sieht sich eher als Autor und Wissenschafter und weniger als Redner. Das bewahrheitet sich dann auch, denn die Art und Weise, wie er auf der Bühne mit dem Flipchart umgeht, ist beeindruckend respektlos. Aber das tut seiner Botschaft keinen Abbruch: „Every individual has the desire to do something extraordinary.“ Ist das so? In meiner Beobachtung von Menschen will nicht jeder etwas Herausragendes sein oder tun. Oder schlummert er in einigen von uns nur zu tief, dieser Wunsch? DeMartini zeichnet eine Wertetabelle, die jeden von uns antreibt: Wenn wir unsere höchsten Werte leben, brauchen wir keinen, der uns motiviert, keinen, der uns in der Früh weckt, weil wir es wollen. Anders bei den untersten Werten, da sind wir weder diszipliniert, noch organisiert oder gar motiviert. Also muss die Kernfrage sein, wie können wir alle mehr von unseren obersten Werten leben? Er geht sogar noch einen Schritt weiter und behauptet: „(Externe) Motivation ist ein Zeichen dafür, dass du nicht authentisch bist.“ und „Motivation (externe) ist ein Symptom, keine Lösung.“ Das ist die Bestätigung dafür, dass ich Anfang des Jahres, als ich einen Vortrag auf Mallorca hielt, die Frage der Moderatorin verneinte, ob ich der Motivations-Typ bin. Ich behauptete, jeder ist von sich aus schon motiviert, mein Job ist es, Menschen zu inspirieren, ihr Bestes zu geben. Woraufhin sie meinte, „dann habt ihr den Typen falsch eingekauft.“ Falsch gedacht, liebe Moderatorin. Nachwievor stehe ich dazu, dass ich kein Motivationstrainer bin.

Es geht weiter und zwar mit den kleineren Workshops, die man sich wie bei einem Buffet aussuchen kann, das mache ich auch. Ich beschließe, zu schmökern. Mal hier rein, mal dort. Dabei stoße ich auf halbvolle Säle und mittelmäßig interessante Vorträge. Der, bei dem ich am längsten bleibe, ist der von SalesMaster Andreas Buhr, dem neuen GSA Präsidenten. Andreas packt gerade einen alten Walkman aus und erinnert uns an die Technik, die eigentlich noch gar nicht so alt ist und trotzdem schon komplett überholt. Er fragt uns, was das mit Verkaufs-Technik und -Strategien zu tun hat, und ob es nicht einen neuen Ansatz im Verkauf braucht? Ja, braucht es. Willkommen im Verkauf 3.0. Paßt gut zu seinem Thema „The Turnover Machine“. Wer mehr dazu wissen will, kauft sein Buch oder besucht einen seiner offenen Seminare, wie zum Beispiel „SalesLeaders“ im Juni 2014 in Deutschland oder November 2014 in Österreich 🙂

Wege für weniger Leistungsdruck

Zusammenfassung zum Buch „Das Beste geben“

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Die nützlichen Beiträge des gestrigen und heutigen Tages beschäftigen mich allerdings so sehr, dass der Umsetzungs-Wunsch größer ist als der Weiterbildungshunger also beschließe ich, im Zimmer meinen youtube Kanal zu checken, neue Videos zu schneiden, Lern-Tagebuch zu schreiben und Mails zu bearbeiten. Mein Speicher ist voll und ich will was umsetzen. Gut, dass wir frei wählen können. Die Geduld hält allerdings nur bis Mittag an, dann beschließe ich, erneut runterzugehen, die größeren Sessions im Ballsaal warten. Ein „alter Hase“ betritt die Bühne und stellt unseren Beruf in Frage. Ian Percy zweifelt, ob Blogs, Webinare, Workshops, sogar Vorträge so weitergehen können wie bisher, oder ob es nicht was anderes braucht. Er erzählt von seinen Unternehmen, die er aufgebaut hat im letzten Jahr und empfiehlt uns, diesen Weg nicht zu gehen. Ok, es ist gut, wenn man sich selbst in Frage stellt und was Neues für sich findet, aber ich beschließe, dass es mir noch gefällt und ich in dieser Branche weiter Gas geben werde. Weil es mir bisher geholfen hat. Und weil ich anderen Menschen helfen kann, vor allem denen, die das auch wollen. Klingt möglicherweise naiv, aber das ist mir egal. 🙂 Dann kommt die „Stimme des australischen Dschungels“ äh nein, pardon, der australischen Navis, Millionen hören sie im Auto, während sie sich die Richtung ansagen lassen: Karen Jacobsen. Sieht nett aus und klingt vor allem gut, aber irgendwie finde ich keinen Inhalt in diesem Vortrag, also gehe ich erneut. Das Gesetz der zwei Füße ist schon ein schönes 🙂 Übrigens sind diese Eindrücke natürlich höchst subjektiv, wer anderer hat sie vielleicht als großartig empfunden und den Dottore heute früh als schwach, auch das darf sein. Ich schreibe hier nur von mir.

Es geht in die kleineren Nachmittags-Sessions: Hier beschließe ich, eine ganze Stunde in einer Session durchzuhalten, auch weil mich das Thema interessiert: „Klout - What it is & why you need it“. Diese Entscheidung war auch eine gute, weil die Buchautorin Gina Carr echt gute Tipps mitbringt. Klout misst unsere „soziale Relevanz“, also wie fleißig sind wir online und was lösen wir bei Anderen damit aus? Vieles davon setze ich zwar schon um, was mich zu einem Klout-Score von ca. 65 bringt, aber ein paar gute Hinweise sind doch dabei. Zum Beispiel Fotos in Zukunft nur noch mit Instagram zu machen und nicht mehr mit der Handykamera. Warum eigentlich nicht? Dann empfiehlt sie noch ein paar nützliche Apps, zB „Buffer“ mit denen man Inhalte auch zeitversetzt posten kann, zu Zeiten, in denen auf Facebook oder linkedIn zum Beispiel viele Leute online sind. Ich schaue mal gleich nach, ob ich auf meinem Handy das im Appstore finde, jawohl, hier ist es, juhu, gleich installieren. Ich beschließe, ihr Buch „Klout matters“ zu kaufen. Darüber will ich mehr wissen. Vor allem, da inzwischen auch schon größere Hotelketten den Klout Score ihrer Gäste checken und je höher er ist, desto besser der Service und das Zimmer, sie könnten ja darüber online schreiben. Auch das hat sich gelohnt. Im Gegensatz zum Abschluß-Vortrag der Convention, der wieder im Ballsaal stattfindet. Ich gehe mit der Erwartung hin, dass jetzt sicher ein Highlight kommt, verlasse aber nach ca. 15 Minuten den Saal, nämlich als Sean Weafer - der sich „A Rebel in a Business Suit“ nennt, Luzifer als Vorbild bringt für die Einstellung „Lieber in der Hölle regieren, als ein Untertan im Himmel zu sein.“ Lieber Sean, das sehe ich definitiv ganz anders und länger will ich mir diesen Unsinn nicht anhören. Schön, dass wir alle die freie Wahl haben. Ich gehe ins Fitness-Studio, um mich ein wenig auszupowern und freue mich, als der Meister des „Business-Theaters“ Doug Stevenson ebenfalls die gleiche Idee hat und wir auf dem Laufband neben- und miteinander angeregt über Italien, Europa und Ehen plaudern können. Abschluß dieses Tages und der ganzen Convention bildet der Gala-Abend, der einen festlichen Rahmen für viele Auszeichnungen und Preise schafft. Erwähnen möchte ich hier nur den sehr verdienten Preis für Claudia und Siegfried Haider, für das, was sie in den letzten Jahren mit der GSA (German Speakers Association) geschaffen haben: Inzwischen gehören wir zum zweitgrößten Dachverband der Welt, gleich nach den USA und das ist großartig. Danke euch beiden und dem ganzen Team für euer Engagement, das muss auch mal gesagt werden! Die neue Führungsebene der GSA übernimmt hier ein besonderes Erbe und führt es sicher in eine spannende Zukunft. Auf diese freue ich mich. Und auch aufs Bett heute, bin müde. Verdient? Ja, klar! Gute Nacht Welt.

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