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Eine der wichtigsten Führungsaufgaben auf dem Weg zum Leistungsglück

Eine der wichtigsten Führungsaufgaben auf dem Weg zum Leistungsglück

Führungsaufgaben

Zuerst stellt sich die Frage: Was sind die Hauptaufgaben einer Führungskraft? Dazu könnten wir jetzt eine Liste von 20, 50 oder 100 Aufgaben anführen, die alle ihre Berechtigung hätten. Aber was sind die 4 wichtigsten daraus? Lassen Sie uns die lange Liste der Aufgaben auf das Wesentliche reduzieren:

1.  Eine starke Vision entwickeln und sie kommunizieren

2.  Die besten Mitarbeiter dafür finden und halten

3.  Den Rahmen schaffen, dass die Mitarbeiter optimal leisten können

4.  Auf die eigene Energie achten

Um die zweite und dritte Führungsaufgabe geht es heute. Die zentrale Frage dazu lautet: Wie wird Ihr Unternehmen so attraktiv, dass sich die Besten von sich aus bei Ihnen melden und mitarbeiten wollen?

Mythos „Employer Branding“

Red Bull erhält pro Jahr ca. 9.000 „kalte“ Bewerbungen, also Bewerbungen, die nicht durch ein bestimmtes Inserat entstehen sondern weil es - meistens junge - Menschen gibt, die für dieses Unternehmen arbeiten wollen. Weil sie etwas damit verbinden, was auch immer das ist (Lifestyle, trendy, Coolness, Action...). Da hat Red Bull etwas richtig gemacht. Sie haben nicht nur eine bekannte Marke aufgebaut, sie sind auch als Arbeitgeber eine Marke geworden. In solchen Fällen sprechen wir vom „Employer Branding“. Je besser hier die Positionierung in den Köpfen der aktuellen und zukünftigen Arbeitnehmer ist, desto eher kann man sich die Besten daraus aussuchen. Was braucht es dazu? Wir sind wieder bei eins: Eine klare Vision, eine klare Bekenntnis, ein klares „Mission Statement“. Bei Red Bull ist es: „Wir sind Leben, wir sind Action, bei uns geht es um Style und Abenteuer.“ Das vermitteln sie klar und jeder kann entscheiden, ob er diese Wert teilt oder nicht.

Wege für weniger Leistungsdruck

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Andere Unternehmen haben andere Werte, die auch gut sind. Zum Beispiel will das Ritz Carlton den besten Service liefern, den sich Gäste vorstellen können. Das hat der damalige COO Howard Schulz massiv mit beeinflusst, der aus ursprünglich 4 Häusern 40 machte und das Unternehmen an die Spitze der Luxus-Hotellerie brachte. Sein klares Statement brachte er in einem Vortrag mit folgendem Satz zum Ausdruck: „Wir wollen keine Menschen, die für uns arbeiten, wir wollen Menschen, die sich unseren Werten und Zielen anschließen.“ Das finde ich gut. Nicht jeder will sein Bestes für Gäste geben. Damit ist dann auch klar, dass man woanders wahrscheinlich besser aufgehoben ist. Spitzen-Service erreicht man nur mit Spitzen-Mitarbeitern, das wissen alle erfolgreichen Führungskräfte. Inzwischen haben über 50.000 Führungskräfte aus der ganzen Welt das eigene „Learning Center“ des Ritz Carlton besucht, um über herausragenden Service zu lernen und sich das Know-How für das eigene Unternehmen zu holen. Beispielhaft.

Flow - Die Weichen auf Erfolg stellen

Wofür steht Ihr Unternehmen und wie klar kommunizieren sie das nach außen? Sobald das klar ist, kommt es sehr stark darauf an, wie mit den Mitarbeitern umgegangen wird. Denn die Besten können sich immer noch aussuchen, wo sie hingehen und wohin sie wechseln. Das geht heute einfach und schnell. Es zählt auch die Tatsache, dass Mitarbeiter nicht das Unternehmen verlassen sondern ihren Chef. Also liegt Wohl und Wehe sehr oft in den Händen der oberen und mittleren Managements. Wie gut schaffen es die Männer und Frauen dort, die Potentiale ihrer Mitarbeiter zu erkennen und zu „befreien“? Also einen Rahmen zu schaffen, dass sie optimal leisten können, weder überfordert noch unterfordert sind, regelmäßig Feedback bekommen und so mittelfristig in ihrem „Flow-Zustand“ arbeiten dürfen? (Prof. Mihaly Csikszentmihaly hat maßgeblich zur Erkundung dieses Glücks-Zustandes beigetragen und seine Erkenntnisse in den gleichnamigen Büchern veröffentlicht)

Die „richtigen“ finden

Die besten Mitarbeiter kommen  - so wie auch Kunden - über Mundpropaganda. Und wenn ihre jetzigen Mitarbeiter gut drauf sind, sich wohlfühlen weil sie wertgeschätzt werden und wissen, dass sie einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten, dann erzählen sie das anderen weiter und die wollen auch bei Ihnen arbeiten. Das ist der Idealzustand. Natürlich müssen immer wieder auch Positionen mit Personalberatern und Headhuntern oder Stellenausschreibungen besetzt werden und das funktioniert auch. Aber umso wichtiger ist der Prozess ab dem ersten Arbeitstag: Wie wird der Mitarbeiter willkommen geheißen? Gibt es dafür einen definierten „Onboarding“-Prozess? Liegen fertige Visitkarten, Computer-Zugänge und eine Info Mappe über das Unternehmen auf dem Tisch des Mitarbeiters? Gibt es einen „Senior-Coach“ oder einen „Schutzengel“ aus dem Kreis der erfahrenen Mitarbeiter, der oder die sich um den Neuankömmling annimmt? All das sind Maßnahmen, dass der neu gefundene Mitarbeiter nicht nach einigen Wochen wieder seine Sachen packt und das Unternehmen frustriert verläßt, weil keiner Zeit für ihn/sie hatte. Das muss so nicht sein. Wieviel Aufmerksamkeit schenken Sie Ihrem „Human Kapital“, ihren Mitarbeitern? Den aktuellen und den künftigen. DAS ist eine der wichtigsten Führungsaufgaben. Viel Erfolg dabei! Herzlichst, Ihr Gabriel Schandl

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